Obersulm, Synagoge: Weinsberger Tal

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Museum Synagoge Affaltrach
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Museum Synagoge Obersulm-Affaltrach

Die ehemalige Synagoge Affaltrach wurde 1851 in der ehemaligen Judengasse (heute Untere Gasse) gebaut und war bis 1938 das Gotteshaus der jüdischen Gemeinde Affaltrach, die heute nicht mehr existiert. Nach verschiedenen Verwendungen zsischen 1938 und 1986 wurde die ehemalige Synagoge 1988 als Museum zur Geschichte der Juden in Kreis und Stadt Heilbronn eingerichtet. Es gehört dem Landkreis Heilbronn. Es gibt dort zwei Dauerausstellungen:

1. Geschichte der Juden in Region, Stadt- und Landkreis Heilbronn und in Affaltrach seit dem Mittelalter
2. Die Geschichte des jüdischen Zwangsaltenheims Eschenau, das durch die Nazis von Dezember 1941 bis September 1942 im Schloß in Eschenau eingerichtet war.

Der 1985 gegründete ehrenamtliche Verein „Freundeskreis ehemalige Synagoge Affaltrach e. V.’’ ist für die Öffnungszeiten, die Bildungsarbeit für Schulen, die Veranstaltungen und die Führungen im Museum und über den jüdischen Friedhof Affaltrach (angelegt 1650) verantwortlich. Das Museum ist von Mitte März bis Mitte November mittwochs und sonntags von 15 - 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Führungen durch die Synagoge und über den Friedhof werden nach Vereinbarung angeboten und sind ebenfalls frei.

In fünf Räumen der Synagoge Affaltrach wird anhand von Reproduktionen von Texten, Urkunden und bildlichen Darstellungen sowie Schautafeln und einigen Kult- und Alltagsgegenständen die Geschichte des Judentums in Kreis und Stadt Heilbronn nachgezeichnet:
- Jüdische Religion und Kultur
- Wichtige Ereignisse im Leben des einzelnen Juden und der jüdischen Gemeinde (Feste)
- Verfolgung und Ausweisung der Juden aus Heilbronn im Mittelalter
- Beispiele für Judenordnung und Schutzbriefe - Rechtliche Gleichstellung der Juden im 19. Jahrhundert
- Systematische Verfolgung und Vernichtung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus
- Würdigung jüdischer Persönlichkeiten

Die zweite Ausstellung auf der Frauenempore des Betsaals zeigt die Geschichte des jüdischen Zwangsaltenheims im Schloß in Eschenau. An die 100 alten Jüdinnen und Juden wurden von den Nazis ab Dezember 1941 dorthin zwangsweise umgesiedelt, wo sie dann bis zu ihrer Deportation in das KZ Theresienstadt im August 1942 lebten. Die Ausstellung informiert über das Zwangsaltenheim, den Alltag dort und seine Stellung im Dorf. Ein Gedenkband auf der Frauenempore enthält Namen und Bilder der Bewohner. 

Geschichte der Juden in Kreis und Stadt Heilbronn

Zeugnisse über in Affaltrach lebende Juden finden sich schon im 17. Jahrhundert. Seit 1650 gibt es am Nordhang des Salzberg einen jüdischen Friedhof in Affaltrach. Seit dem frühen 18. Jahrhundert gab es einen Betsaal, die 1851 durch einen Neubau für die inzwischen recht große jüdische Gemeinde (1/4 der Bevölkerung) ersetzt wurde. In der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 kam es in Affaltrach zu Ausschreitungen gegen die in der Synagoge wohnende jüdische Familie. Weinsberger SA-Leute zerstörten ihr Eigentum und  Fenster und Einrichtung der Synagoge. Das Gebäude selbst wurde aber, wohl aus Rücksicht auf die umgebende enge Bebauung oder vielleicht, weil eine nichtjüdische deutsche Familie in der ehemaligen Lehrerwohnung wohnte, nicht in Brand gesteckt und blieb erhalten.

1986 übernahm der Landkreis Heilbronn das zweckentfremdete Backsteingebäude von der Gemeinde Obersulm, bewahrte es vor dem Verfall und stellte es nach den alten Plänen wieder her. Es handelt sich um eine der wenigen Synagogen Baden-Württembergs, welche die Räume, die für das religiöse wie das tägliche gesellschaftliche Leben einer jüdischen Gemeinde von Bedeutung sind, in einem Gebäude vereint: Im Untergeschoss findet sich das rituelle Tauchbad (Mikwe), im Erdgeschoss der Betraum, das Schulzimmer und das Lehrerzimmer, im 1. Stock die 3 Zimmer der Lehrerwohnung mit einer koscheren Küche sowie die Frauenempore.

Kontakt und Anfahrt

Museum Synagoge Obersulm-Affaltrach
Unter Gasse 6
74182 Obersulm-Affaltrach
Telefonnummer07130-6823
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Stadtbahnhaltestelle: Obersulm-Affaltrach (ca. 15 Gehminuten)
Parken: Parkplätze am Haus vorhanden

Öffnungszeiten

Mitte März bis Mitte November
mittwochs und sonntags 15:00 bis 17:00 Uhr
Führungen für Gruppen finden nach Vereinbarung ganzjährig statt.

Eintritt: Der Eintritt ist frei.