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Artikel vom 18.10.2017

Theatralischer Stadtspaziergang: Den Reformatoren auf der Spur

Szene aus dem theatralischen Stadtspaziergang
Szene aus dem theatralischen Stadtspaziergang

Ablässe - Ostergelächter – Chaos: Am Abend des 500. Reformationstags am 31. Oktober 2017 lässt sich der besondere, außergewöhnliche Weg der Stadt Weinsberg während der Reformationszeit hautnah erleben. Johannes Oekolampad, Erhard Schnepf und Johann Geyling, die alle in Weinsberg wirkten und überregionale Bedeutung erlangten, stellen sich in theatralischen Szenen vor.

Höhepunkte des Rundgangs sind der Auftritt Erhard Schnepfs, Johann Geylings und die aufrüttelnde Rede von Johannes Oekolampad. In theatralischen Szenen werden die drei Reformatoren mit ihrem Wirken in Weinsberg vorgestellt:

Erhard Schnepf nahm 1518 an der Heidelberger Disputation teil, bei der Luther seine neue Lehre verteidigte. Der gebürtige Heilbronner übernahm 1520 die ursprünglich für Okolampad geschaffene Prädikantenstelle an der Johanneskirche und wurde der erste evangelische Prediger in Weinsberg. Zwei Jahre später wurde er von der katholischen Stuttgarter Regierung aus der Stadt vertrieben. Als Marburger Professor wurde Schnepf 1534 von Herzog Ulrich nach Württemberg zurückgeholt, um die Reformation in Herzogtum durchzuführen.

Johann Geyling wirkte ab November 1534 als erster evangelischer Pfarrer in Württemberg – in Weinsberg. Wegen der von Kaiser Karl V. verordneten Rekatholisierung im Reich (Interim) wurde er 1548 entlassen. Bereits 1524 hatte Geyling, Hofprediger von Herzog Ulrich und später von Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz, das württembergische Mömpelgard reformiert. Als Hofprediger von Brandenburg-Ansbach hatte er bereits 1528 die neue Kirchenordnung von Ansbach verfasst.

Johannes Oekolampad oder Hausschein aus Weinsberg erregte mit seinen ernsten Reformpredigten in der Weinsberger Johanneskirche Anstoß. Er übte Kritik am Ostergelächter und dem Ablassgeschäft. Reformatorische Ideen beschäftigten ihn bereits, als er 1518 in Augsburg mit der lutherischen Reformation in Berührung kam. Nach reiflicher Überlegung schloss er sich der lutherischen Lehre an und musste nach Basel fliehen, wo er Universität und Stadt reformierte.

Der Rundgang mit der Gästeführerin Anneliese Steger ist kostenlos.

Start: Dienstag, 31.10.2017 um 18 Uhr
Dauer: 60 Minuten
Treffpunkt: Erhard-Schnepf-Gemeindehaus, Dornfeldstraße 44, 74189 Weinsberg
Ende: Vor der Johanneskirche

Im Anschluss findet ab 19:00 Uhr die ChurchNight in der Johanneskirche statt, begleitet von dem Gospelchor ‚Coro Allegro‘.

Weitere Infos:
Tourist-Information der Stadt Weinsberg
07134/512-0
stadt(@)weinsberg.de
www.weinsberg.de